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Aokigahara Wald

Auf der Insel Japan, an der Nordseite des Vulkans Fuji, dort liegt der Aokigahara ( auf japanisch 青木ヶ原 oder  青木ヶ原樹海 = Aokigahara Jukai )– der Wald der Selbstmörder.

Der Aokigahara ist ein fürchterlicher Wald des Schreckens. Er liegt inmitten einer gewaltigen Landschaft aus eintönigen Seen. Um den Aokigahara Wald ranken sich Mythen, Spukgeschichten und moderne Sagen.

Jedes Jahr begehen hier viele dutzend Japaner Suizid. Der Grund für diese Taten ist ein Rätsel, aber diese Vorfälle sind der Stoff für zahlreiche Horrorfilme geworden. Hier wollen wir das Geheimnis des japanischen Selbstmordwaldes unter die Lupe nehmen und zeigen Dir, was es mit diesem unheimlichen Spukort auf sich hat.

via GIPHY – Gerüchten zufolge soll das nicht der Selbstmordwald sein 😀


Schon 6000 Selbstmord Versuche

Die Bäume im Aokigahara stehen dicht an dicht und es dringen wenige Sonnenstrahlen durch die Blätter auf den Boden hinab. Der ganze Wald scheint wie aus einer anderen Welt zu sein, ein Labyrinth aus Bäumen. Die Einheimischen nennen den Aokigahara „The See of treas“, ein Meer aus Bäumen.

Zwar kannst Du hier nicht ertrinken, aber der Forst vom Aokigahara hat einen schrecklichen Ruf.
Seit den 1950er Jahren haben sich mehr als 6000 Menschen hierher begeben, um sich zu töten. Die japanische Feuerwehr und Polizei durchstreift seit 1971 jedes Jahr den Wald.

Sie suchen nach Leichen und fanden 2002 80 Tote. Die Zahl ist in den folgenden Jahren weiter gestiegen; alleine im darauffolgenden Jahr waren es 105 Tote. Die Behörden schätzen, dass es 2010 mehr als 240 Suizidversuche im Selbstmordwald Japans gab, die Polizei fand 54 Leichen.

Aokigahara

Der Aokigahara ist undurchsichtig

Um diesen Trend zu vermindern, haben japanische Behörden Schilder aufgestellt, mit der Nummer von Telefonseelsorgern. Doch diese Versuche waren vergebens, der verwunschene Selbstmordwald zieht trotz allem noch Menschen an. Bei dieser Menge an Toten ist es unmöglich alle zu bergen

Im Jahre 800 nach Christus ist der Vulkan Fuji ausgebrochen. Die Lava zu seinen Füßen ist erstarrt. Darauf ist der Wald gewachsen, wenn Du den Berg zur Hälfte erklimmst, siehst Du viel Grün. Deswegen nennen Einheimische ihn Jukai. Einer von ihnen sagt:

„Ich denke, ich habe im Jukai in den letzten 20 Jahren über einhundert Selbstmord Leichen gefunden“.

Das ist eine stattliche Summe.

Reste eines Hinterbliebenen


Die wahre Geschichte um den Selbstmordwald

Aber warum verlaufen sich viele Menschen hoffnungslos in diesem scheinbar harmlosen Wald? Manche sagen, ein seltsames Magnetfeld besteht über dem Aokigahara. Es macht Kompasse, Handys und alle elektronischen Geräte unbrauchbar. Deswegen finden manche nicht mehr heraus. Dafür gibt es keine konkreten Beweise. Die Armee Japans führt regelmäßige Manöver in dem Selbstmordwald Japans aus und gibt an, keine seltsamen Aktivitäten festgestellt zu haben.


Zwischen manchen Bäumen im Aokigahara hängen seltsame Fetzen Stoff, wie Leinen. Diese stammen von Menschen, die sich unsicher sind, ob sie sich das Leben nehmen möchten. Mit diesen Leinen finden sie den Weg nach draußen, eine moderne Version der Brotkrumen aus Hänsel und Gretel.

Manchmal leiten ein Paar dieser Leinen zu leeren Zelten, die von Menschen hinterlassen wurden. Ihre Sachen befinden sich noch dort, aber die Besitzer sind nirgends zu entdecken. An einigen Baumstämmen hängen noch weitere Zettel, aber dies sind keine Nummern der Telefonseelsorge mehr, sondern Selbstmordnotizen. Sie tragen die Namen ihrer Schreiber. Auf ihnen kannst Du lesen, warum sich dieser Mensch das Leben nahm.

Vorausgesetzt Du kannst Japanisch, versteht sich. Von einigen Ästen hängen, wie die Blätter einer Weide, lange und dünne Fäden herab. „Das waren die Stricke der Selbstmörder“, sagen Einheimische. Sie bleiben hängen und nach Jahren sind Fäden übrig, die im Wind wehen und die düstere Atmosphäre des Aokigahara untermauern.

Aokigahara_Wald

Der Aokigahara Wald

 

Totenwache im Wald

Totensucher haben im Aokigahara Wald einen eigenen Raum. Dort bringen Sie alle geborgenen Toten hin. Zwei Betten findest du hier: 1x für die bereits Toten und das andere für die Totenwache. Es wird gesagt, dass einsame und verirrte Tote nachts im Wald umherwandern. Deshalb wird eigens ein Mann abgestellt um ihnen Gesellschaft zu leisten.

Urwald des Fuji – Ein Naturdenkmal

1927 ernannte die japanische Regierung die Gegend und den Wald zum „Urwald des Fuji“ und einem Naturdenkmal. 1960 veröffentlichte der japanische Schriftsteller Matsumoto Seicho seinen Roman „Nami no to“, auf Deutsch „Der Wellenturm“. Das Buch schaffte es zum Bestseller. An seinem Ende begeht einer der Hauptfiguren am Fuße des Fuji aus Liebeskummer Suizid. 1977 erschien ein weiteres Buch, in dem ein Paar an dessen Ende im Aokigahara Selbstmord begeht. Das war der Beginn des Selbstmordwaldes „Aokigahara“.

Aokigahara

Betreten auf eigene Gefahr


Der Freitod genießt in der japanischen Gesellschaft und Kultur einen anderen Stellenwert als hier bei uns im Westen. Er ist für viele Menschen in Japan eher akzeptabel. So finden sich richtige Anweisungen für den richtigen Suizid. Die Romane und Bücher über den Wald am Fuji bewirken, dass Menschen den Selbstmordwald als idealen Ort zur Selbstsuizid wahrnehmen. Denn der Aokigahara eignet sich ihrer Meinung nach hervorragend für einen Selbstmord.

Diese Beschreibungen findest Du im Internet, in Buchhandlungen und Kiosks Japans. Angeblich gedeihen schöne Blumen, wenn sich Menschen im Selbstmordwald Japans das Leben nehmen.

Es begehen viele Menschen in dem Selbstmordwald Japans Suizid. Dies bewirkte, dass die Behörden mittlerweile keine offiziellen Zahlen über die genaue Anzahl der Todesfälle mehr herausgeben. Einer der hier lebenden Menschen sagt aus, er habe einen Selbstmörder kennengelernt und diesen vom Selbstmord abgehalten. In den meisten Fällen ist das unmöglich. Das liegt daran, dass zwar viele Pfade durch den Aokigahara führen, aber diejenigen, die sich umbringen möchten, diese Pfade verlassen. 

 

Verlasse niemals den Pfad des Aokigahara

Aokigahara

Hier gehen nur die Selbstmörder weiter…

Die Pfade des Aokigahara solltest Du besser nicht verlassen. Der Grund ist, dass Du Dich nach wenigen hundert Metern nicht mehr zurechtfindest. Der Mensch ist gefangen in einem See aus Bäumen und Leichen, ein unheimlicher Gedanke, nicht wahr?

Diesen gruseligen Gedanken griffen moderne Medien wiederholt neu auf. Comics, Mangas, Romane wie Suicide Forest und Filme benutzen den Selbstmordwald von Aokigahara gern als Thema oder Ort ihres Geschehens. 2016 erschien der Horrorfilm „The Forest“ mit Natalie Dormer in der Hauptrolle. Sie verirrt sich ebenfalls im Selbstmord Japans. 2015 kam „The Sea of Trees“ in die Kinos, ein amerikanischer Spielfilm und „The Garden People“ spielt in dem unheimlichen Selbstmordwald.

Für Fans des Horrorgenres gibt der Aokigahara auf jeden Fall was her!

Unser Tipp:

Schaut euch unbedingt oben das 20 minütige Doku-Video über den Aokigahara Forest an.  😵

 

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